Die "Straße der Versöhnung" wurde nach dem Konkordat von 1929 zwischen Mussolini und Papst Pius XI gebaut; es ist die Straße, die die Hauptstadt des Italienischen Staates mit der des Vatikanstaats verbindet.
Die Zerstörung der Spina di Borgo, der einzigen mittelalterlichen Straße, die durch den Borgo Sant´Angelo und den Borgo Pio zum Petersplatz führte, durch Marcello Piacentini und Attilio Spaccarelli mit dem Ziel, eine Straße zu errichten, die den Rationalismus der damaligen Zeit verkörperte, ruft immer noch Kritik hervor.
Abgesehen von jeglichem Urteil muss man sagen, dass durch diesen Eingriff das mehrfach angegangene Problem gelöst wurde, wie man die Peterskuppel wieder sichtbar machen sollte, die durch die Verlängerung der Kircheschiffe nach hinten versetzt und durch die Fassade, einem Werk Carlo Madernos, endgültig dem Blick entzogen worden war.
Die Straße rahmt die Basilika von Ferne ein, aber erst ganz zum Schluss erscheint der außergewöhnliche Petersplatz.
Der Platz, die Basilika und das gesamte Gebiet innerhalb der Stadtmauern Leos bilden die Vatikanstadt, die Hauptstadt des kleinsten souveränen Staates auf der Welt, der völlig unabhängig ist und vom Papst regiert wird, mit zuständigen Organen, die mit der Verwaltung beauftragt sind und dessen Territorium von Jendarmen und von der Schweizergarde kontrolliert wird, die 1527 eingerichtet wurde und noch heute die Zugänge überwacht und den Papst schützt.