Hinter der Kirche San Clemente, östlich von der Längsachse des Kolosseums kann man die Ruinen der größten Gladiatorenschule des antiken Rom sehen: den Ludus Magnus.
Die Schule ist eine Reproduktion des Kolosseums in kleinerem Maßstab. Ein zweistöckiger Portikus aus Travertin und im Inneren die elliptische Arena, von der man noch einen Teil sieht und die über die Eingänge auf der Längsachse zugänglich war.
Auf der kürzeren Achse befanden sich dagegen die Ehrentribüne; um die Arena herum die sogenannte Cavea mit marmorverkleideten Stufen für die Zuschauer.
Die kleinen Räume, die man noch auf der Seite zur via Labicana sehen kann, waren die Unterkünfte für die Gladiatoren.
Die Athleten waren Gefangene der Kaserne und unterstandem härtestem Drill mit täglichen Übungen. Über einen besonderen Zugang gelangten sie direkt in den unterirdischen Teil des Kolosseums. Neben dem Ludus Magnus, der wichtigsten Kaserne, gab es in der Gegend noch weitere Gebäude, die mit dem Kolosseum in Zusammenhang standen.
Das Spoliarium, wo die Leichname der im Kampf getöteten Gladiatoren aufbewahrt wurden. Das Sanarium, wo die Verletzten behandelt wurden, sowie das Armamentarium, wo die Waffen aufbewahrt wurden, die während des Schauspiels verwendet wurden. Alle diese Gebäude standen in der Nähe des Kolosseums, sind aber nicht mehr sichtbar.