Man weiß nicht, woher der Name dieses Platzes kommt, an der sich alle Straßen kreuzen, die vom Quirinal kommen. Tatsache ist, dass der Largo Magnanapoli eine außergewöhnliche Zusammenschau der tausendjährigen Geschichte Roms bietet.
In zeitlicher Reihenfolge kommen zuerst die Tuffblöcke im Blumenbeet in der Mitte, die zu den Servianischen Mauern des 4. Jhs. v. Chr. gehören und die zeigen, wo das Gebiet Roms zu dieser Zeit endete. Auch zur römischen Epoche, wenn auch diesmal zu Kaiserzeit, gehört die große Aula der Trajansmärkte, ein Raum, der heute für Sonderausstellungen benutzt wird.
Der Raum diente einst als Börse bzw. für den Handel. Die Torre delle Milizie, ein Turmbau, der seit 1927 mit den Trajansmärkten verbunden ist, wurde zu Beginn des 13. Jhs. für die Familie Conti errichtet und nach wenigen Jahrzehnten von Papst Bonifaz VIII erworben.
Dieser ließ den Turm bewehren, um gegen die Colonna vorgehen zu können, seine Erzfeinde und mächtige Herrscher über dieses Gebiet. Beim Erdbeben von 1348 wurde der Turm beschädigt und steht seitdem schief.
Auf derselben Seite steht die Fassade der Katharinenkirche, die in den ersten Jahrzehnten des 17. Jhs. errichtet wurde. Die Seite zur Via Nazionale wird von der Umfassungsmauer der Villa Aldobrandini abgeschlossen, einer der fürstlichen Villen auf dem Quirinal, die im Zusammenhang mit der Anlage der Straße abgerissen wurde.