Der Circus Maximus, das größte für Schauspiele genutzte Gebäude aller Zeiten, geht auf das 7. Jh. v.Chr. zurück. Er wurde nach dem Willen der Tarquinier im Tal zwischen Palatin und Aventin angelegt. Im Circus fanden religiöse Feste und Rennen mit Zwei- und Viergespannen statt. Der ursprüngliche Holzbau wurde unter den Kaisern Claudius und Trajan in Ziegeln und Marmor wieder errichtet.
Die Arena war 600 m lang, war mehr als 100 m breit, und auf den Stufen auf drei Bogenstellungen fanden 300.000 Zuschauer Platz. Die Startblöcke, carceres genannt, befanden sich auf der Nordseite, in Richtung auf den Tiber.
Hier war auch die Tribüne des Magistraten, des Präsidenten und Kampfrichters, während sich auf der gegenüberliegenden Seite der Publikumseingang befand. Auf der Seite zum Palatin war dagegen die Kaisertribüne. Auf der Mittellinie des Circus befand sich die sogenannte Spina, um die herum die Gespanne sieben Runden drehen mussten.
Die Spina war 180 m lang und reich dekoriert: sieben Statuen von Delphinen und ebenso viele von Eiern, Trophäen, Skulpturen und zwei Obelisken. Der von Augustus hierher gebrachte befindet sich heute auf der Piazza del Popolo, der von Konstantius bei der Lateransbasilika.
Die factiones waren die Rennställe, Mannschaften, die nach der Farbe der Tunica des Wagenlenkers benannt waren, und sie hingen von Gesellschaften und Genossenschaften ab, die Geldpreise erhielten.
Die Begeisterung war wie die unserer Tage: zwischen den Fans der verschiedenen Mannschaften, die entsprechend gekleidet waren, gab es oft Streitigkeiten und Schlägereien. Das letzte Schauspiel wurde den Römern von Totila im Jahr 549 geboten.