Geht man aus dem Senatorenpalast heraus nach rechts auf das Kapitol, wo sich noch Reste des großen Tempels der kapitolinischen Trias befinden, so kommt man zur Terasse, die sich auf das Tal des Forum Romanum öffnet. Diese Tal, das sich inmitten der sieben Hügel befindet, war einst ein Sumpf, der als Friedhof diente und schon im 7. Jh. v.Chr. trockengelegt wurde, und wurde bald das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum der neuen Gemeinschaft. Später ging die politische Rolle des Forum Romanum auf die Kaiserforen über, aber es blieb doch das symbolische Zentrum Roms.
Bei den Ausgrabungen wurden Reste von Gebäuden aus den Jahrhunderten von der Gründung Roms bis zum Ende des Reiches gefunden. Als die Stadt ihre zentrale Rolle in der Politik des Reiches verlor, wurde auch das Forum, Zentrum und Symbol der großen heidnischen Stadt, nach und nach seiner Marmorwerke, Statuen, Säulen und Materialien entkleidet, die zum Bau der neuen Symbole des christlichen Rom dienten. Wir betreten das Forum vom kürzlich ausgegrabenen Clivus Capitolinus, der einzigen Straße, über die man vom Forum aus zum Kapitol gelangte. Es ist der letzte Teil der Straße, den der Triumphator völlig allein beschritt, nachdem er zuvor die Kriegsgefangenen, das Heer, den Senat und die Kriegsbeute hinter sich gelassen hatte, um den Jupitertempel zu erreichen, wo ihn der Ruhm erwartete. Unser Audioführer erläutert die wichtigsten Teile und Bauwerke der letzten großen Zivilisation der Antike.