Die via del Babbuino wurde zur Zeit Papst Clemens VII angelegt und hieß früher via Clemenza, dann änderte Sie ihren Namen wegen des Brunnens mit dem Silen, der von den Römern Babuino genannt wird. Bereits zur Zeit Sixtus V war das gesamte Gebiet am Abhang des Pincio für steuerfrei erklärt worden und war den zahlreichen ausländischen Künstlern vorbehalten, wodurch die via del Babuino und besonders die via Margutta zu einer der lebhaftesten Kulturgegenden in der Stadt wurden.
In der via Margutta befand sich im 17. Jh. das Atelier von Orazio Gentileschi und seiner Tochter Artemisia, der außergewöhllichsten Malerin der damaligen Zeit. Im 17. und 18. Jh. wurde die Straße von einer zahlenmäßig großen holländischen und flämischen Kolonie bewohnt, die mit ihren Landschaftsmalereien dazu beitrug, die Bewunderung für die Schönheiten Roms in ganz Europa zu verbreiten.
Später wählte auch Canova, einer der wichtigsten Vertreter der klassizistischen Bildhauerkunst, diese Straße für eines seiner zahlreichen Ateliers.
Diese kleine, enge Straße, die die Abhänge des Pincio entlangführt, scheint mit der Zeit nichts von ihrem Zauber verloren zu haben. Ihre Höfe, Balkons, das Grün, tragen mit dazu bei, ihr ein besonderes Flair vom Rom früherer Zeiten zu verleihen.