Die via del Corso, das Ergebnis der Ausgestaltung der via Lata, des Teils der antiken Via Flaminia innerhalb der Stadt, war die erste lange, breite Straße Roms. Vom Umbau der Piazza Venezia im 15. Jh. an wurde die Straße einer Reihe von urbanistischen und architektonischen Eingriffen unterzogen, die auf ihren 1500 m zur Anlage zahlreicher monumentaler Gebäude und Kirchen führten.
Als Rom Hauptstadt wurde, bekam die Straße, wo bis dahin Feste, Schauspiele und Umzüge stattfanden, die Rolle, die sie noch heute spielt: wirtschaftliches und politisches Zentrum der neuen Stadt.
Das Rinascente-Gebäude zeigt beispielhaft den kommerziellen Charakter der Sraße; es wurde 1885 nach den Pariser Vorbildern für diese neue Art Kaufhaus gebaut.
Unweit von der Rinascente, an der Stelle, wo sich der alte Palazzo Piombino befand, wurde 1914 die Alberto Sordi-Gallerie errichtet.
Das Gebäude hat einen wenig römischen Charakter und entsprach den Bedürfnissen des neu ansässigen Bürgertums, dessen mondänes Leben von den Diskussionen im Café, Einkäufen und Familienausflügen gekennzeichnet war.
Die politische Bedeutung der Via del Corso zeigt sich im Palazzo Chigi und dem nahegelegenen Palazzo Montecitorio.