Der Dreizack war der erste große Eingriff in die Urbanistik zu Beginn der Renaissance und wurde zum Vorbild für Nordeuropa und die Barockzeit. Die drei Straßen, die vom Obelisken ausgehen, sollten den Pilgern, die von Norden kamen, die drei Hauptrichtungen für den Besuch anzeigen.
Die via Ripetta, die alte via Leonina, führte zum Tiber und ging weiter zur Engelsburg und in Richtung Petersdom. Die Via del Babbuino, die alte via Clemenza, verlief in Richtung Spanische Treppe und Santa Maria Maggiore. Die via del Corso, die antike via Lata ging über das gesamte Marsfeld zum Papstpalast an der Piazza Venezia und weiter zur Lateransbasilika.
Die endgültige Verbindung der drei Straßen mit der Piazza del Popolo erfolgte im 17. Jh. mit dem Einbau zweier Kirchen, die nach dem Willen von Papst Alexander VII identisch sein sollten.
Bernini und Fontana passten die Kirchen dagegen dem zur Verfügung stehenden Platz an, indem sie für Santa Maria die Miracoli (rechts) einen kreisförmigen Grundriss mit achteckiger Kuppel wählten, für Santa Maria di Montesanto einen elliptischen Grundriss mit zwölfeckiger Kuppel.