Am Ende des Oppius, wo sich vor der Vereinnahme durch Nero einige der luxoriösesten römischen Villen befanden, steht die Kirche San Martino ai Monti. Die Kirche, die bei den vielen Umbauarbeiten im Lauf der Jahrhunderte bis um 1600 stark verändert worden ist, erhebt sich über einem römischen Bau, der von der Krypta aus zugänglich ist
Vor dem großen Innenraum, der mit einem Kreuzgewölbe auf Pfeilern gedeckt ist, befindet sich ein Vestibül aus dem 3. Jh., das wohl zum Haus im Besitz des Presbyters Aequitius gehörte und ist deshalb auch als Titulus Aequitius bekannt.
Die Tituli, die unseren Pfarren entsprechen, waren die orte, an denen Gottesdienste abgehalten wurden, wo die Gläubigen unterwiesen wurden und die Seelsorge erfolgte, noch bevor das Christentum offiziell anerkannt wurde. Titulus war eigentlich die Tafel an der Tür, auf der der Name des Eigentümers geschrieben stand.