Die Porta Settimia entspricht einem der drei Tore der antiken Aurelianischen Stadtmauer. Der Abschnitt auf dem rechten Ufer, von dem nichts übriggeblieben ist, formte zusammen mit dem höchsten Punkt des Gianicolo ein Dreieck, das Trastevere vollständig umschloss.
Im Mittelalter ging von diesem Tor eine Straße aus, die via Recta hieß und über die die Pilger, die vom Tiber am Hafen ankamen, zum Petersdom gehen konnten. Das Tor wurde zu Beginn und dann am Ende des 15. Jhs. wiederhergestellt, als Papst Alexander VI es militärisch ausgestaltete, wie es sich noch heute darstellt.
Derselbe Papst ließ die via Recta errichten, und der Nachfolger Julius II schloss die Straße in sein urbanistisches Projekt ein, das die Schaffung eines Vierecks aus Ponte Sisto, Via Giulia, Ponte Giulio und via Recta vorsah, die heute via della Lungara heißt.
Obwohl das Projekt nicht zu Ende geführt worden ist, wurde via della Lungara eine der großen Straßen Roms, und um diese herum baute man die Vorstadtvillen des weltlichen und geistlichen Adels. Geht man durch diese Straße, so öffnet sich auf der rechten Seite bald der Eingang zu einer der außergewöhnlichsten Villen der Renaissance: Villa Chigi.