St. Peter's Basilica in Rome

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Petersdom

The cathedral in Vatican City

façade of st. peter's basilica in rome

Der Petersdom, die größte Kirche der Christenheit, wurde zwischen 320 und 349 über dem Grab des Aposteln errichtet und 326 nach dem Willen Kaiser Konstantins geweiht. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie wiederhergestellt und verschönt, aber 1506 beschloss Julius II einen völligen Neubau und beauftragte Bramante mit den Arbeiten; danach beteiligten sich am Bau des Petersdoms die berühmtesten Architekten der Renaissance:

Raphael, Peruzzi, Sangallo, Michelangelo und Maderno, der das Gebäude 1612 fertigstellte. Die neue Kirche wurde am 18.11.1626 eingeweiht, genau 1300 Jahre nach der ersten Weihe. Die Fassade ist ganz aus Travertin und zeigt nach der Restaurierung im Heiligen Jahr, dem Jubilaeum des Jahres 2000, wieder die ursprünglichen Farben.
Durch die Reinigung sind die Farbtöne wieder die, die Carlo Maderno zur Belebung der großen Oberfläche geschaffen hatte, außerdem wurden die mehrfarbigen Streifen an der Loggia wiederhergestellt, von der aus die Papstwahl verkündet wird und der Papst den feierlichen Segen erteilt.
Von der Fassade gelangt man in den Portikus, von wo aus man durch fünf Bronzetüren die Basilika betritt. Die kleinste Tür, ganz rechts, ist die Porta Santa, die nur während des Heiligen Jahres offen steht. Für die mittlere Tür sind die Bronzetafeln des Portals aus dem 15. Jh. wiederverwendet worden, ein Werk des Filerete.
Die Tür zum linken Seitenschiff ist ein Werk von Giacomo Manzù. Normalerweise betritt man die Kirche durch die Tür rechts im Mittelschiff.
Während die antike konstantinische Basilika fünfschiffig war, ist die heutige Kirche, die fast die gleiche Größe hat, dreischiffig. In den Seitenschiffen befinden sich die Kapellen, die jeweils einzeln beschrieben werden müssten. Der Entwurf Michelangelos sah eine Kirche mit quadratischem Grundriss vor mit dem Altar über dem Petrusgrab in der Mitte, über dem sich eine außergewöhnliche Kuppel erhob.
Der Plan war vom Papst niemals ganz akzeptiert worden, der eine Kirche nach frühchristlichem Schema mit lateinischem Kreuz wollte. Nach dem Tod Michelangelos im Alter von 89 Jahren war die Fassade noch nicht fertig, und so verlängerte man die Schiffe und gab der Kirch die übliche Rechteckform.
Mit den Arbeiten wurde Maderno beauftragt, der zu den bereits gebauten Bogenstellungen drei weitere hinzufügte, so dass die Kuppel sich nicht mehr im Zentrum des Baus befindet und erst ins Blickfeld gelangt, wenn man die unsichtbare Fassade Michelangelos überschritten hat, die dem vorletzten Pilaster vom Eingang entspricht.
Mit186 m Länge und 155 m Breite im Querschiff ist dies die größte Kirche der Welt, aber die Dimensionen sind für das Auge nicht leicht auszumachen. Die Ausstattung ist das Ergebnis zahlreicher Eingriffe über die Jahrhunderte, und einige Werke aus der alten Basilika sind wiederverwendet worden wie z.b. die Petrusstatue aus Bronze von Arnolfo di Cambio vom Ende des 13. Jhs. am Ende des Mittelschiffs oder die Pietà des Michelangelo in der ersten Kapelle auf der rechten Seite.

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