Der Peterplatz wurde zwischen 1656 und 1667 von Gian Lorenzo Bernini im Auftrag Alexanders VII Chigi angelegt. Der Architekt erfand eine der schönsten Ansichten, indem er ein trapezförmiges Platzstück schuf, das von der Fassade ausgeht und sich mit den beiden halbkreisförmigen Armen der Säulenhalle öffnet, bis es eine Ellipse von 240 m Breite bildet.
In der Mitte des Platzes steht der vatikanische Obelisk, de von Caligula nach Rom gebracht wurde, um den Mittelstreifen des Nero-Circusses zu schmücken, wo der Hl. Petrus getötet wurde. Dieser befand sich einst rechts von der heutigen Basilika. Sixtus IV ließ den Obelisken von seinem ursprünglichen Aufstellungsort entfernen.
Für den Transport, für den Domenico Fontana verantwortlich zeichnete, brauchte man vier Monate, und dabei wurden zahlreiche Maschinen und Menschen eingesetzt. Bei dieser Gelegenheit wurde en Gesetz erlassen, dass jegliche Störung verbot und für die, die es übertraten, härteste Strafen vorsah.
Die beiden Flügel der Säulenhalle, die ausgestreckten Arme der Kirche, die Gläubige aller Herren Länder aufnehmen und ins Zentrum der Christenheit führen, bestehen aus 284 Säulen und tragen 140 Statuen.
Der apostolische Palast, die Residenz des Papstes, befindet sich oberhalb von der rechten Säulenhalle, und die drei letzten Fenster des obersten Stockwerks gehören zu seinen Privatgemächern. Aus dem mittleren Fenster, wo das Arbeitszimmer ist, erteilt der Papst am Sonntag des Segen des Angelus.