Das neue Auditorium ist der wichtigste urbanistische Eingriff seit langem. Der Name sagt nicht alles über dieses Gebäude, denn es handelt sich um eine regelrechte Musik- und Kulturstadt und nicht nur um einen einfachen Saal für Musik.
Für den neuen Bau wurde ein stark zersiedeltes Stadtviertel gewählt, das zwischen dem Parioli-Hüel, Villa Glori und dem Flaminio-Viertel, das bis zum Tiber reicht, und den hässlichen Pavillons der Olympiade von 1960. Eine Gegend also, in der die Kultur eine echte Befruchtung der Stadtanlage darstellt und eine Wiederbelebung bedeutet.
Renzo Piano ist der Architekt dieser großen, bedeutenden Anlage, und er hat einen Aufbau aus drei ähnlichen Gebäuden gewählt, die sich nur durch ihre Größe unterscheiden, um die herum sich der Platz, das Freitheater, die Bars, Restaurants und Buchhandlungen entwickeln.
Alles dient dazu, der Kultur Sinn zu verleihen, nicht als einer Veranstaltung hinter verschlossenen Türen für nur wenige, sondern im Gegenteil als ein Element der Interaktion innerhalb der Stadt, das sich durch die Kontinuität zwischen Innen und Außen definiert.
Der Sinn für historische Kontinuität zeigt sich nicht nur in der Auswahl der Baumaterialien, sondern auch in den Fundstücken aus der römischen Villa, die während der Bauarbeiten gefunden wurden und die meisterlich in den neuen Raum eingebaut worden sind.