Trajan erdachte den großartigsten der monumentalen Gebäudekomplexe im Tal des Forums. Um den erforderlichen Platz zu schaffen, durchschnitt er den Rücken, der Quirinal und Kapitol miteinander verband und trennte so das Tal des Forums vom Marsfeld.
Der vom Hofarchitekten Appollodor von Damaskus umgesetzte Plan sah einen großen Platz mit Säulenhallen vor, der auf der einen Seite von den Märkten begrenzt wurde, auf der anderen von der
Basilika. Hinter der Basilika zwischen den beiden Bibliotheksbauten befand sich die
Trajanssäule, und zum Abschluss des Komplexes hinter der Basilika der Tempel des Kaisers.
Die Säule ist dreißig Meter hoch wie der abgetragene Hügel und besteht aus achtzehn Marmorblöcken, auf denen die schönsten Reliefs der klassischen Kunst die Kriegszüge des Kaisers darstellen, der das Reich zu seiner größten Ausdehnung brachte.
Trajan erscheint in der Erzählung über sechzig mal und wird als aktiver Anführer und Herr der Situation dargestellt, aber auch als jemand, der mit seinen Soldaten Unbequemlichkeiten und Entbehrungen teilt und sich gnädig gegenüber den Besiegten zeigt.
Die lange Wendeltreppe im Inneren gestattet den Aufstieg bis zur Terasse, wo Sixtus V die Statue des Hl. Petrus an Stelle der des Trajan aufstellen ließ. Die Urne mit dem Leichenbrand des Kaisers befand sich im Sockel. Von den Bibliotheken ist nichts mehr übrig, und wenige Säulen und Teile des Fußbodens geben uns eine Vorstellung von Ausmaßen und Reichtum der Basilika. Die Beschreibung dieses großartigen Komplexes geht weiter mit den Trajansmärkten.
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