Basilika Sankt Paul vor den Mauern

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Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Basilika Sankt Paul vor den MauernSan Paolo, die größte Basilika Roms nach dem Petersdom wurde ebenfalls von Konstatin zu Beginn des 4. Jhs. errichtet. Die Notwendigkeit, die via Ostensie nicht zu tangieren, die wichtige Handelsstraße, an der der Friedhof lag, wo der Heilige begraben ist, und die Unmöglichkeit, weitere Streitigkeiten mit der noch weitgehend heidnischen Bevölkerung in Kauf zu nehmen, zwangen den Kaiser dazu, eine kleine Kirche zu bauen, die am Ende desselben Jahrhunderts durch die neue Basilika mit denselben Abmessungen der heutigen ersetzt wurde.

Die neue Kirche wurde 390 geweiht und im Laufe der folgenden Jahrhunderte durch Eingriffe wichtiger Künstler verschönt, dann aber in der Nacht zwischen dem 15. und 16. Juli 1823 durch ein Feuer fast vollständig zerstört. Die von Leo XII nach dem dramatischen Vorfall eingesetzte Kommission beschloss, die Basilika zu rekonstruieren und dabei Form und Größe des ursprünglichen Baus beizubehalten.
San Paolo, 1854 von Papst Pius IX geweiht, ist also eine getreue Kopie der alten Kirche und die einzige römische Basilika, die uns einen Eindruck von Form, Bedeutung und Abmessungen der frühchristlichen Kirchen vermitteln kann.
Die christliche Kirche ist von der heidnischen Basilika für profane Zwecke abgeleitet und besteht aus einer Raumabfolge, die einen regelrechten Weg der Umkehrung der Annäherung an die Religion aufzeigt.
Aus dem Quadriportikus, der den Katechumenen vorbehalten war, kommt man ins Atrium, wo die Vorbereitung für den Empfang der Kommunion weitergeht, und erst wenn der Weg durchschritten ist, darf der Gläubige das Innere betreten, wo das Gebäude die Form eines lateinischen Kreuzes zeigt: des Kreuzes Christi.
Die riesigen Abmessungen der antiken Kirchen dienten dazu, die neue Religion nicht als einen Kult für wenige Auserwählte erkennen zu lassen, sondern im Gegenteil dessen Fähigkeit, alle aufzunehmen. Es sei daran erinnert, dass zum Zeitpunkt der rechtlichen Anerkennung des Christentums erst 15% der Bevölkerung übergetreten waren.
Bei dem Brand von 1823 ging das Fassadenmosaik nahezu ganz verloren, ein Werk Pietro Cavallinis, das dann durch ein neues Werk aus der vatikanischen Schule ersetzt wurde. Die anderen Mosaiken, das aus dem 5. Jh. über den Triumphbogen und das andere aus dem 13. Jh. in der Apsis, waren ebenfalls schwer beschädigt und wurden stark restauriert.
Original sind dagegen das Ziborium, Ergebnis einer Zusammenarbeit von Arnolfo di Cambio und Pietro Cavallini sowie der Kandelaber für die Osterkerze, ein Werk des 12. Jhs., das von Pietro Vassalletto signiert ist, dem auch der außergewöhnliche Kreuzgang zu verdanken ist.
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