Die Via Appia, auch Königin der Straßen genannt, geht auf das 4. Jh. v. Chr. zurück. Es ist die erste Straße, die nicht nach der Stadt benannt ist, zu der sie hinführt, oder nach ihrer Funktion, sondern nach ihren Gründer, Appius Claudius Caecus, dem Rom auch seinen ersten Aquädukt verdankt.
Die Straße führte bis nach Brindisi, dem wichtigsten Hafen der Adria, von dem aus die Römer aufbrachen, um die Ostprovinzen des Reiches zu erobern. Ein Militärstraße also, aber auch die wichtigste Straße für die Touristen, die in der Antike nach Griechenland und in den Osten fuhren.
Sie war 14 römische Fuß breit, d. h. etwas mehr als vier Meter, und hatte seitlich Bürgersteige aus gestampftem Lehm, die von Basaltsteinen begrenzt waren. Später wurde die Via Appia mit Steinen gepflastert.
Rechts und links der Straße gab es Gräber und Mausoleen von außergewöhnlicher Schönheit, außerdem reiche Villen. Gerade wegen ihres Nekropolencharakters wurden längs dieser Straße die wichtigsten römischen Katakomben angelegt.